Brandenburger Tor

Trends, Technologien, Perspektiven: Rückblick „SHOCK WAVE Berlin“

Heilbronn/Deutschland, 28.10.2014. Vom 3.-4. Oktober 2014 fand in Berlin die „2nd International SHOCK WAVE Conference“ statt. Das historische Kaiserin-Augusta-Hospital bot den perfekten Rahmen für zwei Tage voller erstklassiger Vorträge, Workshops und

lebhafter Debatten rund um das Konferenzmotto „Shock Wave Therapy in Progress“. Im Fokus standen Themen wie Sportmedizin, Ultraschalldiagnose, Faszien- und Triggertherapie sowie zahlreiche neue Indikationen aus unterschiedlichen Fachgebieten. Intensiv diskutiert wurde außerdem die Frage nach dem Einfluss der Stoßwellentechnologie auf den Behandlungserfolg. Der Heilbronner LEVEL10 Verlag war mit einem eigenen Stand vor Ort und präsentierte das neue Fachbuch "Multidisciplinary Medical Applications“. Außerdem konnten die mehr als 250 anwesenden Ärzte und Therapeuten einen exklusiven Blick auf das überarbeitete Design des LEVEL10 Anwender-Webportals www.shockwave-practice.com werfen.

Stoßwellen-Experten aus aller Welt trafen sich Anfang Oktober 2014 zur „2nd International SHOCK WAVE Conference“ in Berlin.


Messestand Shock Wave

LEVEL10 präsentierte seine Fachbuchreihe „Shock Wave Therapy in Practice“ und das Anwender-Portal www.shockwave-practice.com

Neue Publikation dokumentiert breites Einsatzspektrum der Stoßwellentherapie
Premiere in Berlin: „Multidisciplinary Medical Applications“ ist der neueste Band in der Reihe „Shock Wave Therapy in Practice“ des LEVEL10 Verlags. Die beiden Herausgeber Prof. Dr. Heinz Lohrer und Prof. Dr. Ludger Gerdesmeyer präsentierten das neue Buch während der Auftaktveranstaltung der Konferenz und erläuterten den Inhalt. „Multidisciplinary Medical Applications“ versammelt auf 300 Seiten Beiträge namhafter Autoren, die die erfolgreiche Anwendung der extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) in unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen beschreiben. Durch seinen interdisziplinären Ansatz verweist das Buch auf das noch immer nicht ausgeschöpfte Potenzial der Methode und regt zum Wissenstransfer zwischen den einzelnen Fachgebieten an.

 

Prof. Dr. Heinz Lohrer

Konferenzpräsident Prof. Dr. Heinz Lohrer präsentiert „Multidisciplinary Medical Applications“

Anwender-Portal jetzt noch moderner
Seit dem Start im Juni 2014 verzeichnet www.shockwave-practice.com – das weltweit erste Webportal für Anwender der Stoßwellentherapie – steigende Nutzerzahlen. Zum Abschluss der Launch-Phase hat der LEVEL10 Verlag die Optik der Website noch einmal gründlich überarbeitet. Das Ergebnis wurde erstmals in Berlin gezeigt. Die Seite ist jetzt noch übersichtlicher und auch das responsive Design wurde entsprechend der neuesten Web- und Usability Standards weiter optimiert. Nutzer gelangen nun noch schneller zu ihrem Ziel, egal welches Endgerät sie verwenden. Für die Zukunft sind weitere exklusive Inhalte wie beispielsweise Videos geplant, die Anwender in der täglichen Praxis unterstützen.

www.stosswellen-praxis.com

Jetzt noch übersichtlicher und moderner: www.shockwave-practice.com 

Weitere Konferenz-Highlights: Faszienbehandlung und Sonographie

Bis vor wenigen Jahren kaum beachtet, gewinnt das Thema Faszientherapie rasant an Bedeutung. Nicht zuletzt aufgrund internationaler Faszienkongresse hat die Wissenschaft auf diesem Gebiet große Fortschritte gemacht. Heute weiß man, dass das Faszienkörpernetzwerk in die Ursache und Therapie von Erkrankungen involviert ist – insbesondere des Muskel-Skelett-Systems. In der Faszienbehandlung kommt neben der klassischen manuellen Therapie auch vermehrt die Stoßwellentherapie zum Einsatz – erfolgreich, wie gleich mehrere Vorträge während der SHOCK WAVE Conference zeigten. Zu einem optimierten Behandlungsergebnis beitragen können neuartige, ballistisch angetriebene Applikatoren, wie Dr. Ulrich Piontkowski/Deutschland in seinem Vortrag »Fascial manipulation with shock waves« demonstrierte. Bei Patienten mit muskulären Schmerzzuständen sind die Faszien im jeweiligen Bereich stark verändert bzw. verdickt. Speziell für die Behandlung dieser Strukturen hat das Unternehmen Storz Medical in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Ärzten Applikatoren entwickelt, deren besondere Form auf die Anforderungen der Faszientherapie abgestimmt ist.

Große Beachtung fand auch der Vortrag von Bert Evers/Niederlande über die praxisorientierte Vernetzung von Sonographie und Stoßwellentherapie. Der Stoßwellen-Experte und Vorsitzende der Holländischen Gesellschaft für Stoßwellentherapie und Ultraschall-Diagnose verdeutlichte anhand zahlreicher Beispiele den Stellenwert der Sonographie für Diagnostik und Zielführung bzw. die präzise Applikation der Stoßwellentherapie. Eine bildgebende Ultraschalldiagnostik verbessert jedoch nicht nur die Behandlung, sondern trägt auch zur Zufriedenheit der Patienten bei, da sie das Behandlungsergebnis sichtbar und überprüfbar macht. In seinem an den Vortrag anschließenden Hands-on Workshop wies Evers in diesem Zusammenhang auch auf die Vorteile moderner Stoßwellen-Therapiegeräte hin, die neben fokussierter und radialer Stoßwellentherapie über eine integrierte Ultraschallbildgebung verfügen.

Neue Indikationen: Die Zukunft der Stoßwellentherapie?
Seit den Anfängen in der Urologie wurde das Indikationsspektrum der extrakorporalen Stoßwellentherapie kontinuierlich erweitert. Dieser Prozess scheint noch lange nicht abgeschlossen: Auf der SHOCK WAVE Conference standen neben den klassischen Indikationen auch zahlreiche neue Indikationen im Mittelpunkt. Unter anderem präsentierte PD Dr. Jean-Paul Schmid/Schweiz Ergebnisse zum Einsatz der Stoßwellentherapie bei Patienten mit chronisch stabiler Angina pectoris, in einem weiteren Vortrag beschrieb er die positiven Effekte von Stoßwellen auf die Stimulation der Heilung von Wunden. Dass in Zukunft auch immer mehr Patienten mit erektiler Dysfunktion (ED) von einer Therapie mit extrakorporalen Stoßwellen profitieren könnten, zeigte ein Vortrag von Prof. Dr. Lars Lund/Dänemark.

Fazit und Ausblick
Bei der diesjährigen SHOCK WAVE Conference standen neben der fachspezifischen Weiterbildung auch der kollegiale und wissenschaftliche Austausch im Mittelpunkt. „In den vergangenen zwei Tagen haben wir viele exzellente Vorträge gesehen und zahlreiche neue Einsichten gewonnen“, sagte Konferenzpräsident Prof. Dr. Heinz Lohrer zum Abschluss der Veranstaltung und wies darauf hin, dass die „3rd International SHOCK WAVE Conference“ im Oktober 2016 in Amsterdam stattfinden wird.